Schwindel
Schwindel ist ein sehr häufiges Symptom und hat vielerlei Ursachen. Nicht jeder Schwindel ist gefährlich, oft leiden auch gesunde Menschen hin und wieder an Schwindel.
Schwindel äußert sich in Abhängigkeit von der Ursache sehr unterschiedlich. Neben einem relativ unspezifischen Benommenheitsschwindel, z.B. nach einer schlaflosen Nacht, gibt es noch z.B. den Drehschwindel („wie im Karussell“) und den Schwankschwindel („wie auf einem Boot“). Oft wird Schwindel begleitet von einer Gangunsicherheit, manchmal auch von Sehstörungen.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Schwindel ohne ersichtlichen Anlass plötzlich aus dem Wohlbefinden heraus auftritt. In diesem Fall konnte ein Schlaganfall die Ursache sein und die sollten den Rettungsdienst verständigen.
Schwindel ist letztendlich ein Warnsymptom des Gehirns, dass dann Auftritt, wenn die Informationen der beteiligten Sinnesorgane (Auge, Tast-, Gefühlssinn und Gleichgewichtssinn) nicht zueinander passen.
Um der richtigen Diagnose auf die Spur zu kommen, bedarf es einer gründlichen Erhebung der Krankengeschichte, in der erfasst wird, wann, wie oft und in welchen Situationen der Schwindel auftritt, wie lange er andauert, ob es begleitende Beschwerden, wie z.B. Ohrgeräusche oder Hörstörungen, gibt, oder auslösende Ereignisse.
Besonders wichtig ist es, die zentralen Schwindelformen (z.B. den Schlaganfall) von der peripheren Ursachen (z.B. Störung des Gleichgewichtsorgans) zu unterscheiden. Dies gelingt in der Regel durch eine ausführliche klinische Untersuchung gut, manchmal kann ein MRT erforderlich werden. Andere diagnostische Schritte sind die Untersuchung der peripheren Nerven und der Hirndurchblutung.