Parkinson
Die Parkinson Erkrankung ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Bis heute ist die Erkrankung nicht heilbar, jedoch durch eine frühzeitige Therapie sehr gut behandelbar. Die Krankheit tritt häufig im Alter auf, jedoch sind immer öfter auch jüngere Menschen von ihr betroffen.
Sie ist eine langsam langsam fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der es in einer Region des Hirnstamms (der sog. Substatia nigra) zum Verlust bestimmter Nervenzellen kommt. Diese Zellen sind für die Produktion des Botenstoffes Dopamin zuständig. Durch den Mangel an Dopamin kommt es insbesondere zu Problemen der Steuerung von Körperbewegungen.
Die Kernsymptome der Parkinsonkrankheit sind unter anderem:
Bradykinese (verlangsamte Bewegungen und eine Bewegungsarmut
Rigor (Muskelsteife)
Tremor (Zittern in Ruhe)
Posturale Instabilität (mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung, Fallneigung)
Weitere Symptome können sein Gedächtnisleistungsstörungen, Schlafstörungen, eine rasche Ermüdbarkeit.
Erste Symptome sind oft eine Abnahme der Mimik oder ein Verlust des Geruchssinns. Es folgen erst im Verlauf die typischen Beschwerden wie Zittern eines Armes in Ruhe oder eine Abnahme der Beweglichkeit. Oft dauert es Jahre, bis die typischen Symptome zu Tage treten und die Krankheit diagnostiziert wird.
Je früher die Erkrankung festgestellt wird, umso wirkungsvoller ist die Behandlung. Insbesondere gilt es, andere Erkrankungen abzugrenzen. Hierfür bedarf es einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte und eine eingehende neurologische Untersuchung. Zum Ausschluss anderer Ursachen erfolgt in der Regel ein MRT des Kopfes und ggf. speziellere nuklearmedizinische Untersuchungen (z.B. ein sog. Dat Scan). Eine immer größere Bedeutung in der frühen Diagnostik kommt der Hirnparenchymsonographie zu, in der die betroffene Region (Substatnia nigra) sonographisch dargestellt werden kann. Weitere mögliche Untersuchungen sind ein Riechtest, neuropsychologische Testverfahren und das EEG.
Ist die Erkrankung erkannt, wird ein umfassender Therapieplan erstellt. Teils ist eine sehr ausgefeilte medikamentöse Behandlung nötig. Neben der medikamentösen Therapie sind die spezielle Physio-, Ergo- und Logopädiekonzepte ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Insbesondere das LSVT LOUD und BIG Konzept führt oft zu einer Besserung der Beweglichkeit und des Sprechens. In der Regel lassen sich die Beschwerden ambulant gut beherrschen, manchmal ist jedoch eine stationäre Behandlung nötig. In seltenen Fällen kommen Medikamentenpumpen zum Einsatz.
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